Baugeschehen Freizeit & Tourismus

Lückenschluss auf dem Kohlenbahnradweg stärkt sichere Alltagsmobilität

Mit einer gemeinsamen Fahrradtour und dem symbolischen Banddurchschnitt hat Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, am 16. April 2026 gemeinsam mit den Bürgermeistern der Gemeinde Lugau und der Stadt Oelsnitz/Erzgeb., Thomas Weikert und Thomas Lein, den neuen Abschnitt des Kohlenbahnradwegs zwischen Lugau und Oelsnitz freigegeben. Der rund zwei Kilometer lange Radweg verbindet bestehende Radrouten miteinander und schließt eine wichtige Lücke im regionalen Radverkehrsnetz. „Ich freue mich sehr: Der neue Abschnitt des Kohlebahnradwegs ist so viel mehr als nur ein weiteres Stück Radweg. Er nützt den Menschen auf ganz unterschiedliche Weise – ob als direkte Verbindung für den Alltag, mit neuen Wegen für Ausflüge oder aber als ein einprägsames Zeugnis der Industriegeschichte der Region. Genau das ist das Ziel der Staatsregierung: Wir wollen Infrastruktur schaffen, die den Menschen konkret nutzt, Regionen besser vernetzt und vorhandene Potenziale klug weiterentwickelt. Den beiden Bürgermeistern danke ich für ihr großes Engagement – ohne sie wären wir heute nicht so weit“, sagte Staatsministerin Regina Kraushaar anlässlich der Freigabe.

Thomas Weikert, Bürgermeister der Gemeinde Lugau: „Seit 2013 gibt es nun schon den Kohlenbahnradweg, entwickelt in mehreren Teilabschnitten. Unsere Erwartungen haben sich seither erfüllt. Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit und an schönen Tagen geht es schon mal eng zu auf der Strecke. Insofern sind wir froh, dass der neue Abschnitt einen Meter breiter ist, was Attraktivität und vor allem Sicherheit spürbar erhöht. Es ist gut und wir sind Bund und Land dankbar, dass solche Projekte gefördert werden, denn es ermöglicht neben Tourismus vor allem der eigenen Bevölkerung preiswerte Mobilität im Alltag sowie aktive Freizeitgestaltung, sozusagen vor der Haustür.“ 

Thomas Lein, Bürgermeister der Gemeinde Oelsnitz/Erzgeb.: „Mit diesem neuen Abschnitt des Kohlenbahnradwegs verbinden wir Oelsnitz/Erzgeb. und Lugau noch enger miteinander – und schließen zugleich ein wichtiges Stück unseres bestehenden Radwegenetzes. Das ist gelebter Strukturwandel vor Ort: Wir stärken unsere Region, fördern nachhaltige Mobilität und schaffen einen echten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger. Dieser Weg zeigt, wie wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten.“

Die Kommunen Oelsnitz/Erzgeb. und Lugau erhalten für den Ausbau des Kohlenbahnradwegs zwischen Lugau und Oelsnitz Fördermittel in Höhe von rund 1,86 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt aus Landesmitteln sowie für den Abschnitt auf Lugauer Flur zusätzlich mit Finanzhilfen des Bundes aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Grundlage ist die Richtlinie für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (FRL KStB). Die veranschlagten Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Ausgebaut wurde eine etwa zwei Kilometer lange ehemalige Bahntrasse zwischen Neuoelsnitz und Lugau zu einem 3,50 Meter breiten Radweg. Der neue Abschnitt verbindet die „Karlsroute“ mit dem bereits bestehenden Kohlenbahnradweg zwischen Lugau und Chemnitz-Mittelbach. Mit dem Ausbau wird eine ehemalige Bahnstrecke neu genutzt. Das bestehende Radwegenetz wird mit der Fertigstellung des neuen Abschnitts weiter ergänzt. So werden die Erreichbarkeit von Gewerbestandorten und Wohnorten in der Region verbessert und zugleich die Freizeit- und Tourismusangebote gestärkt. Der Radweg stellt eine wichtige Verbindung zwischen regionalen Radrouten her, da nun auch die Karlsroute über den Kohlenbahnradweg erreicht werden kann. Über den neuen Abschnitt lassen sich zudem die „KohleWelt“ in Oelsnitz/Erzgeb., verschiedene Spiel- und Freizeitangebote entlang der Strecke sowie Naherholungsgebiete wie der Steegenwald in Lugau oder das Höhlholzgebiet in Oelsnitz mit dem Fahrrad erreichen.

Quelle: Medieninformation 22 / 2026 des Sächsisches Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung